Die Energiewende geht in die heiße Phase – und mit ihr die Wärmewende. Ab Herbst 2025 greifen neue Vorgaben im Gebäudeenergiegesetz (GEG): Jede neue Heizungsanlage muss mindestens 65 % erneuerbare Energien nutzen. Für SHK-Betriebe bietet sich somit großes Potenzial: Wer vorbereitet ist, gewinnt Marktanteile.
In diesem Beitrag erfahren Sie, warum sich ein Heizungstausch für Kunden jetzt lohnt, welche Förderungen 2025 gelten und wie Sie als Fachbetrieb gezielt davon profitieren können.
BEG-Änderungen ab Juli 2025: Neue Förderlogik und attraktive Ergänzungen
Zum 1. Juli 2025 sind wichtige Änderungen in der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) in Kraft getreten – insbesondere bei den Einzelmaßnahmen (BEG EM). Die Neuerungen sind für Handwerksbetriebe entscheidend:
🟢 Zuschüsse bleiben bestehen (z. B. 30 % für Wärmepumpen, bis zu 70 % mit Boni)
🟢 NEU: Einführung zinsvergünstigter KfW-Kredite für Modernisierungsprojekte
🟢 NEU: Steuerbonus für Sanierer geplant (Alternative zur Zuschussförderung)
🟢 NEU: Reaktivierung der „Energetischen Stadtsanierung“ – Fördermöglichkeit auf Quartiersebene
🟢 Max. förderfähige Investition je Wohneinheit: 30.000 € (bei individuellen Sanierungsfahrplänen: bis 90.000 €)
📌 Besonders wichtig für Betriebe: Kunden können zwischen direkten Zuschüssen, zinsvergünstigten Krediten oder Steuererleichterung wählen – das erhöht die Flexibilität und kann ein entscheidender Verkaufshebel sein.
📣 Tipp: Seit Juli ist die Förderberatung ein Muss in jedem Beratungsgespräch!
Aktuelle BEG-Förderungen im Überblick
Damit der Umstieg gelingt, stehen auch 2025 umfangreiche Fördermittel bereit:
🟢 Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) – Einzelmaßnahmen:
Bund und Länder fördern den Austausch strategisch – mit Förderquoten bis 70 %, basierend auf der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG):
- Grundförderung: 30 % Zuschuss bei Wärmepumpen, Solarthermie, Biomasse + Fernwärmeanschluss
- Klimabonus: +20 % beim Ersatz alter fossiler Heizungen (mind. 20 Jahre alt)
- Effizienzbonus: +5 % bei besonders effizienten Wärmepumpen (z. B. mit Erdwärme)
- Einkommensbonus: +10–30 % bei niedrigem Einkommen (<40.000 €)
Förderfähige Kosten: Bis zu 30.000 € je Wohneinheit, mit kombinierbarer Förderung für Maßnahmen wie Dämmung, hydraulischer Abgleich oder Lüftung. Bei Sanierungsfahrplänen sogar bis zu 90.000 € .
Warum SHK-Betriebe in Hannover jetzt aktiv werden sollten
Die Region Hannover ist besonders stark von der Wärmewende betroffen. Die Stadt setzt auf den Ausbau von Fernwärme, Wärmepumpen und Quartierslösungen. Gleichzeitig steigen die Anfragen von Eigentümerinnen und Eigentümern, die sich unsicher sind, was auf sie zukommt.
Für SHK-Betriebe ergeben sich daraus drei zentrale Chancen:
1. 🏠 Beratungs- und Planungsleistungen
Der Informationsbedarf ist hoch – wer sich als verlässlicher Partner positioniert, gewinnt Kundenvertrauen.
2. 💶 Zusätzliche Aufträge durch Förderberatung
Viele Haushalte wissen nicht, dass sie 70 % Zuschuss erhalten könnten. Wer diese Möglichkeit proaktiv aufzeigt, erhöht die Abschlusswahrscheinlichkeit.
3. 📈 Marktvorteil durch Fachwissen
SHK-Betriebe mit aktuellem Know-how zu GEG, BEG & Wärmetechnologien sind begehrt – besonders bei Mehrfamilienhäusern und Kommunen.
Technische Lösungen: Welche Heizsysteme gefragt sind
Je nach Gebäude und Standort kommen unterschiedliche Systeme infrage. Hier eine Übersicht über bewährte Lösungen:
🔹 Luft-Wasser-Wärmepumpe
Ideal für gut gedämmte Einfamilienhäuser. Einfache Nachrüstung, leise Geräte, kombinierbar mit PV.
🔹 Erdwärme
Effizient, aber genehmigungspflichtig. Eher für Neubauten oder umfassende Sanierungen geeignet.
🔹 Hybridlösung (Gastherme + Wärmepumpe)
Für Gebäude mit hohem Wärmebedarf oder ohne ausreichende Dämmung. Zählt zu den 65 %-Erfüllern.
🔹 Solarthermie + Pellet
Kombinierbar in ländlichen Regionen. CO₂-frei, aber wartungsintensiv.
🔹 Fernwärmeanschluss
Vor allem in städtischen Quartieren sinnvoll – wie aktuell in vielen Teilen Hannovers (z. B. List, Südstadt, Linden) ausgebaut.
Best Practices für SHK-Betriebe
🛠️ So können Sie sich jetzt strategisch aufstellen:
- Schulungen & Fachveranstaltungen besuchen (z. B. über enercity profipartner oder Kammern)
- Fördermittel-Check in jede Kundenberatung integrieren
- Zusammenarbeit mit Energieberatern und Solartechnikern ausbauen
- Kombi-Angebote entwickeln: z. B. Heizungstausch + hydraulischer Abgleich + PV-Anlage
- Verfügbare Handwerkerkapazitäten aktiv vermarkten (z. B. „freier Heizungstausch ab Oktober“)
Regionale Links & Kontaktstellen
Für Betriebe im Raum Hannover besonders relevant:
-
Förderberatung Region Hannover / Klimaschutzagentur
→ lokale Zuschüsse und Unterstützung -
Energieberatung Endkunden
→ oft geförderte Beratungen, idealer Kanal für Kooperation -
BEG-Anträge stellen (KfW & BAFA)
→ www.kfw.de und www.bafa.de
Fazit
Der Herbst 2025 ist Schlüsselzeit für SHK-Betriebe in Hannover.
Mit dem GEG-Start verschärfen sich die Anforderungen – aber auch die Chancen. Für SHK-Betriebe bietet sich jetzt die Möglichkeit, sich als Experten zu positionieren, Kunden langfristig zu binden und zusätzliche Umsätze durch Förderung & Beratung zu erzielen.
Wer vorbereitet ist, gewinnt – und wird Teil der regionalen Wärmewende.
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