JHV 2026: Rückblick, Austausch und neue Impulse

Bei der Jahreshauptversammlung 2026 des enercity profipartner e. V. kamen Mitglieder, Vorstand und Partner zusammen, um auf das vergangene Vereinsjahr zurückzublicken, aktuelle Entwicklungen zu diskutieren und neue Impulse für die tägliche Arbeit der Mitgliedsbetriebe mitzunehmen. Mit 55 Teilnehmenden wurde eine mehr als zufriedenstellende Beteiligung erzielt. „Das ist wirklich top, uns hat die Veranstaltung wieder sehr gut gefallen“, sagt Geschäftsführer Ingo Felgentreu, der gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden Nico Treder durch den Abend geführt hat.

Neben dem Rechenschaftsbericht standen die Ergebnisse der Mitgliederbefragung, die Sichtbarkeit in KI-Systemen sowie neue Angebote und Kooperationsmöglichkeiten von enercity auf der Tagesordnung.

Die Themen im Überblick

  1. Rechenschaftsbericht, Vereinsaktivitäten und Beitragsanpassung
  2. Ergebnisse der Mitgliederbefragung
  3. Impulsvortrag: Sichtbarkeit im KI-Zeitalter
  4. Neues aus dem Hause enercity
  5. Energiemanagement mit enercity PULS

 

Mädchen schaut auf ein Smartphone; die Präsentationsfolie lädt dazu ein, dem enercity profipartner auf Instagram und Facebook zu folgen.

1. Rechenschaftsbericht, Vereinsaktivitäten und Beitragsanpassung

Der Rechenschaftsbericht gab den Mitgliedern einen transparenten Einblick in die Entwicklung des Vereins im Jahr 2025. Mit insgesamt 194 Mitgliedern, darunter 14 Fördermitglieder, hält sich die Mitgliederzahl stabil. Damit verfügt der enercity profipartner e. V. weiterhin über eine solide Basis für seine Arbeit und den fachlichen Austausch.

Auch digital war der Verein kontinuierlich aktiv: Auf der Website erschienen 21 neue Beiträge, die Mitglieder erhielten acht Newsletter und auf Instagram und Facebook wurden 18 Beiträge veröffentlicht. Die Zahl der Kontoaufrufe in den sozialen Netzwerken stieg dadurch um rund 60 Prozent.

Schrittweise Anpassung der Mitgliedsbeiträge

Seit der Gründung des Vereins im Jahr 2003 wurden die Beiträge nur einmal angepasst. Gleichzeitig sind die Kosten für Mitgliederverwaltung, Kommunikation, Veranstaltungen und digitale Angebote deutlich gestiegen.

Der Gesamtvorstand hat sich deshalb auf eine schrittweise Beitragsanpassung in zwei Stufen verständigt. Anschließend soll in einem Abstand von vier Jahren ein Inflationsausgleich möglich sein. So sollen die Leistungen des Vereins langfristig gesichert und größere Beitragssprünge vermieden werden.

Konkrete Angaben zur Jahresbilanz bleiben den Mitgliedern vorbehalten.

➡️ Zum Rechenschaftsbericht (nur für eingeloggte Mitglieder) 

 

Balkendiagramm zur Mitgliederbefragung: Gemeinschaft und Netzwerken sind der häufigste Grund für die Mitgliedschaft, gefolgt von der Nähe zu enercity und dem Informationsvorsprung.

2. Wärmepumpe oder Gasheizung? Ergebnisse der Mitgliederbefragung

Im Vorfeld der Jahreshauptversammlung waren die Mitglieder eingeladen, ihre Einschätzung zu aktuellen Themen aus der Praxis abzugeben. Eine zentrale Frage lautete: Welche Lösung ist derzeit die bessere – Wärmepumpe oder Gasheizung?

Von den 13 Teilnehmenden sprachen sich 69,2 Prozent für die Wärmepumpe und 30,8 Prozent für die Gasheizung aus. Damit sieht eine deutliche Mehrheit die Wärmepumpe vorn.

Das Ergebnis zeigt zugleich, dass es in der Praxis keine pauschale Antwort gibt. Welche Heiztechnik geeignet ist, hängt vom Gebäude, seinem energetischen Zustand, der vorhandenen Infrastruktur und den Anforderungen der Kundinnen und Kunden ab.

Aufgrund der begrenzten Zahl der Antworten ist die Befragung nicht repräsentativ. Sie liefert dem Verein aber ein aktuelles Stimmungsbild aus den Mitgliedsbetrieben und Anknüpfungspunkte für den weiteren fachlichen Austausch.

Vielen Dank an alle Mitglieder, die sich beteiligt haben!

➡️ Alle Auswertungen der Mitgliederbefragung ansehen (nur für eingeloggte Mitglieder)

 

Beispiel einer KI-Suche nach Dachsanierungsbetrieben in Hannover mit Karte, lokalen Unternehmen und Bewertungen unter der Frage "Würde die KI Sie empfehlen?"

3. Gefunden werden – Sichtbarkeit im KI-Zeitalter

Wie sichtbar ist ein Handwerksbetrieb, wenn potenzielle Kundinnen und Kunden nicht mehr nur bei Google suchen, sondern auch ChatGPT und andere KI-Systeme um Empfehlungen bitten?

Dieser Frage widmete sich Jana Loreck von der YTPI Internetagentur GmbH in einem Impulsvortrag. Die Agentur begleitet den enercity profipartner e. V. bereits seit vielen Jahren im digitalen Bereich.

Der Vortrag machte deutlich: Die klassische Suchmaschinenoptimierung bleibt die Grundlage digitaler Sichtbarkeit. Was von Suchmaschinen nicht zuverlässig erfasst werden kann, steht in der Regel auch KI-Systemen nicht als belastbare Quelle zur Verfügung. Ergänzend gewinnt die Optimierung für KI-Systeme – die sogenannte Generative Engine Optimization, kurz GEO – an Bedeutung.

Damit ein Betrieb richtig verstanden und möglicherweise empfohlen wird, müssen die Informationen auf seiner Website bestimmten Vorgaben folgen. Dazu gehören:

  • E-E-A-T-Prinzip
  • Strukturierte und zitatfähige Inhalte
  • Echte Trust-Signale
  • Schema.org-Markup
  • Markdown-Auslieferung

Als Praxisbeispiel stellte Jana Loreck unter anderem eine strukturierte Faktenseite, die sogenannte Grounding Page, vor. Sie bündelt die wichtigsten Informationen über einen Betrieb an einem Ort und dient mit strukturierten Daten im Hintergrund KI-Systemen als verlässlicher Ankerpunkt.

Die zentrale Botschaft: KI-Systeme sollten Informationen über einen Betrieb nicht erraten müssen. Je eindeutiger eine Website Auskunft gibt, desto größer ist die Chance, korrekt gefunden, zitiert und empfohlen zu werden.

➡️ Impulsvortrag „Gefunden werden 2.0“ herunterladen

 

Windkraftanlagen über einer bewaldeten Landschaft bei Sonnenuntergang auf der Titelfolie ‚News aus dem Hause enercity‘.

4. Neues aus dem Hause enercity

Aus dem Hause enercity stellte Nico Treder aktuelle Kooperationsfelder und neue Möglichkeiten für das Handwerk vor. Im Mittelpunkt standen Fernwärme, Wohnungsübergabestationen, zeitlich begrenzte Übergangsheizungen und die Zusammenarbeit mit der enercity Netz GmbH.

Wohnungsübergabestationen für die Fernwärme

Gemeinsam mit Partnern hat enercity eine Wohnungsübergabestation eingeführt, die den Betrieben einen attraktiven Produktzugang, technische Unterstützung und mehr Planungssicherheit bieten soll.

Das Angebot umfasst unter anderem eine verlängerte Gewährleistung, eine langfristige Ersatzteilverfügbarkeit, technischen Support und eine kostenlose Auslegung. Das Interesse im Markt ist bereits deutlich: 53 Stationen wurden ausgeliefert und eingebaut, 150 weitere beauftragt und rund 600 Stationen angeboten.

Neue Kooperationsmodelle

Vorgestellt wurde außerdem ein Mietkaufmodell für Arbeiten auf der Sekundärseite einer Fernwärmeanlage. enercity übernimmt dabei die Planung und Abrechnung, der Einbau erfolgt durch das regionale Handwerk. Erste Projekte wurden bereits beauftragt und teilweise umgesetzt.

Für die Übergangszeit bis zum Fernwärmeanschluss können zudem aufbereitete Pop-up-Heizungen eingesetzt werden. Ein Kooperationsvertrag regelt die Aufbereitung, Lieferung sowie die Montage und Demontage durch teilnehmende Handwerksbetriebe.

Auch die Prozesse zwischen Wohnungswirtschaft, Handwerk und der enercity Netz GmbH sollen verbessert werden. Klare Zuständigkeiten, vollständige Unterlagen und früh abgestimmte Zeitpläne sollen künftig für mehr Transparenz und Planungssicherheit sorgen.

➡️ Alle News aus dem Hause enercity downloaden (nur für eingeloggte Mitglieder)

 

Grafik eines vernetzten Hauses mit Photovoltaikanlage, Wärmepumpe, Batteriespeicher und Elektroauto sowie der enercity-PULS-App zur Steuerung der Energieflüsse.

5. Energiemanagement mit enercity PULS

Den Abschluss der fachlichen Beiträge bildete die Vorstellung von enercity PULS. Das Home-Energy-Management-System (HEMS) verbindet unterschiedliche Energieanlagen im Gebäude und stimmt Erzeugung, Speicherung und Verbrauch möglichst effizient aufeinander ab.

Photovoltaikanlage, Batteriespeicher, Wärmepumpe und Wallbox können herstellerübergreifend eingebunden werden. Das System macht die Energieflüsse im Haushalt sichtbar und berücksichtigt unter anderem den Eigenverbrauch von Solarstrom, dynamische Strompreise und variable Netzentgelte.

Für Installationsbetriebe eröffnet PULS die Möglichkeit, das eigene Angebot um ein modernes Energiemanagement zu erweitern. Ein zentrales Portal bietet einen Überblick über die installierten Anlagen und erleichtert die Betreuung der Kundinnen und Kunden.

Die Vorteile für die Mitgliedsbetriebe:

  • ein erweitertes Leistungsangebot,
  • herstellerübergreifende Kompatibilität,
  • stärkere und langfristigere Kundenbindung,
  • zusätzliche Service- und Beratungsmöglichkeiten,
  • Unterstützung bei regulatorischen Anforderungen.

Für Kundinnen und Kunden soll PULS vor allem mehr Transparenz schaffen und dabei helfen, selbst erzeugte Energie intelligenter zu nutzen.

➡️ Vorstellung enercity PULS nachlesen (nur für eingeloggte Mitglieder)

 

Gemeinsam die nächsten Schritte gestalten

Die Jahreshauptversammlung 2026 zeigte erneut, wie vielseitig die Themen sind, die den Verein und seine Mitgliedsbetriebe beschäftigen – von der Vereinsentwicklung über neue digitale Anforderungen hin zu konkreten Geschäftsmöglichkeiten für das Handwerk.

Vielen Dank an alle Teilnehmenden für ihre Zeit, ihre Fragen und den offenen Austausch. Ebenso danken wir den Referentinnen und Referenten für ihre Einblicke und Impulse.