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Worauf ist beim Kauf von LEDs zu achten?

Überlegen Sie zuerst, ob Sie bestehende Leuchtmittel durch LEDs ersetzen können oder bereits ganze Leuchten mit LED-Technik erwerben. Vergleichen Sie die Angaben der Helligkeit (Lumen/lm), der Lichtfarbe (Kelvin/K), der prognostizierten Lebensdauer und achten Sie auf den Abstrahlwinkel.

Merken Sie sich einfach folgendes:
- Je höher die Lumen-Zahl, umso heller ist das Leuchtmittel. Als Faustregel im Vergleich zu alten Leuchtmitteln gilt ganz grob: Watt x 10 = Lumen

- Auch bei der Lichtfarbe trifft zu, je höher der Kelvin-Wert, umso heller das Licht. 2700 Kelvin entspricht dem warmweißen Licht einer herkömmlichen 60 Watt-Glühlampe. 4000 Kelvin ist neutralweiß und 6000 Kelvin ist tageslichtweiß.

- Mit dem Abstrahlwinkel ist der Austrittswinkel des Lichts aus dem Leuchtmittel gemeint. Je nach auszuleuchtender Fläche bzw. je nach Deckenhöhe, ist zu prüfen, welcher Winkel notwendig ist. Aktuell liegen die Abstrahlwinkel zwischen 15° bis 120°. Zum Vergleich: ein Halogenleuchtmittel hat 35°. Ab 2016 wird es neue LED-Leuchtmittel eines namenhaften Herstellers geben, die dann auch rundum strahlen.

Für die verschiedenen Sockeltypen gibt es auch eine einfache Merkformal: die Zahl steht immer für den Abstand zwischen den „Pins“ oder die Breite des Schraubgewindes. So finden Sie im Handel die klassischen Stecksockel GU4, GU5.3 und GU10, ebenso wie die Schraubsockel E14 oder E27. Hinter Angaben wie 827 oder 840 verbirgt sich wieder die Lichtfarbe (27 = 2700 = warmweiß) und die 8 bezeichnet eine Güteklasse. 8 ist hochwertig, d. h. hier sind nur selten Farbunterschiede des Lichts des Leuchtmittels zu erkennen.

Für Einsatzorte wie Treppen, Wege, Regale, Schränke, aber auch in- und direkte Decken- oder Bodenbeleuchtungen eignen sich LED-Stripes. Das sind meist 5 m lange beschichtete Bänder, auf denen Leiterbahnen LED-Chips tragen. Die Unterschiede zwischen billigen und teuren LED-Stripes liegen genau in diesen Merkmalen:
- Beschichtung: bei billigen LEDs werden diese schnell spröde und brüchig – die Folge ist, dass die Schutzklasse nicht mehr eingehalten wird, und damit ein Sicherheitsrisiko besteht. Oft riechen diese Stripes beim Gebrauch. Hochwertige LED-Stripes sind geruchsneutral und verfügen über beständige Beschichtungen.

- Kupferanteil: Die Leiterbahnen bestehen aus Kupfer. Kupfer ist teuer und daher wird bei billigen LED-Stripes daran gespart. Eine schlechtere Wärmeableitung ist die Folge und deshalb fallen einzelne Chips schnell aus.

- Chip-Anzahl: Die Anzahl der LED-Chips ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal. Oftmals tragen die billigen LED-Stripes nur die Hälfte an Chips. Dadurch ergeben sich Leuchtkraftunterschiede und meist unschöne Lichtkegel. Hochwertige LED-Stripes erzielen gleichmäßige Lichtergebnisse.

Bitte achten Sie daher beim Kauf auf diese Details. Ebenso wie auf Angaben zur Betriebsdauer, ggf. Garantie und zur Lichtfarbe.

Je nach Einsatzlänge und Leistung (Watt/W) der LED-Stripes benötigen Sie entsprechende Trafos. Die Stripes sollten in Profilschienen verbaut werden, da diese für die notwendige Ableitung von Wärme sorgen. Unterschiedliche Abdeckstreifen von klar bis matt verändern das jeweilige Lichtbild.

Wenn Sie auf Dimmfähigkeit Wert legen, müssen Sie bei der LED-Auswahl darauf achten. Nicht alle LEDs sind dimmbar. Außerdem müssen entsprechende Dimmer verbaut sein oder werden.

LEDs haben eine hohe Schaltfestigkeit. Das bedeutet, dass ihnen ein häufiges Ein- und Ausschalten nicht viel ausmacht. Ebenso haben sie keine Einschaltverzögerung wie Energiesparlampen. Daher empfiehlt es sich, Leuchten, die an Bewegungsmeldern hängen, auf LED umzurüsten.

Und was bringt das alles? Sie erhalten das passende Lichtergebnis und sparen auch noch Strom. Verschiedene Stromsparrechner im Internet belegen das.

Sind noch Fragen offen geblieben oder planen Sie eine Umrüstung? Dann wenden Sie sich bitte an Ihren profipartner.

Diese Frage beantwortete enercity profipartner-Mitglied:
Thorsten Heitmüller Elektro-Meisterbetrieb • www.elektro-heitmueller.de

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